Konservative Maßnahmen

Allgemeine Maßnahmen

Zu den allgemeinen Behandlungsmaßnahmen eines Krampfaderleidens gehört in erster Linie die Bekämpfung von Bewegungsmangel. Auch häufiges Hochlagern der Beine und kalte Wassergüsse zeigen einen entstauenden Effekt auf das Venensystem. Bestehende Krampfadern können durch diese Maßnahmen nicht zum Verschwinden gebracht werden, die Beschwerden der Patienten lassen sich jedoch meist deutlich lindern.

Venenmittel

Die Wirksamkeit der häufig angewendeten Venenmittel auf pflanzlicher Basis ist nicht unumstritten. Problematisch ist, dass einige der im Handel angebotenen Mittel Kombinationen aus verschiedenen Stoffen enthalten, deren Wirksamkeit im Zusammenhang mit Venenerkrankungen bisher nicht nachzuweisen war. Präparate aus Rosskastanienextrakten (Wirkstoff Aescin), Rutosiden (Wirkstoff Flavonoid) oder rotem Weinlaub (Wirkstoff Flavonoid) führen in vielen Fällen zu einer deutlichen Besserung von Symptomen. Ein Behandlungserfolg ist mit diesen Mitteln allerdings meist nur zu erzielen, wenn sie dauerhaft, wenigstens über mehrere Monate hinweg eingenommen werden. Häufig kehren die Beschwerden der Patienten nach dem Absetzen der Medikamente zurück.

Venensalben sind im Handel in unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich und enthalten Wirkstoffe wie Aescin, Tannine oder Heparin. Auch ätherische Öle wie Rosmarin-, Latschenkiefern-, Salbeiöl oder Arnikablütenextrakt werden in Kombinationspräparaten angeboten. Über die genaue Wirkungsweise der verschiedenen Mittel ist nur wenig bekannt.

Kompressionstherapie

Bei ausgeprägten Krampfadern, die stärkere Beschwerden verursachen, kann die Kompression als eine Art Basistherapie eingesetzt werden. Hierbei wird durch eine Kompression von außen mit Hilfe eines Verbandes oder eines Kompressionsstrumpfes der Abtransport des Blutes beschleunigt. Oft gelingt mit Hilfe der Kompressionstherapie eine Verbesserung der Beschwerdesymptomatik. Allerdings ist die Methode nicht geeignet, um bestehende Krampfadern zum Verschwinden zu bringen.



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