Krampfaderleiden

Eine Krampfader (lateinisch Varix, Plural Varizen) ist eine erweiterte verlängerte und geschlungene Vene. Am häufigsten sind die oberflächlichen Venen der Beine betroffen, prinzipiell können sich alle Venen zu Krampfadern entwickeln. Varizen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in Deutschland. Verschiedenen Studien zu Folge weisen 60 Prozent der Deutschen variköse Veränderungen unterschiedlicher Ausprägung auf, Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Bei den meisten Betroffenen sind die Veränderungen jedoch geringgradig und ohne wesentlichen Krankheitswert. Ca. 10-15% Prozent der Patienten zeigen eine ausgeprägte Varicose, die behandelt werden sollte. Schwere-, Müdigkeits- und Spannungsgefühl in den Beinen ist ein erstes Zeichen von Krampfadern. Diese Symptome bessern sich im Liegen und bei Bewegung. Auch nächtliche Fuß- und Wadenkrämpfe können auftreten.

Die Mediziner unterscheiden die primäre Varikose (Krampfaderleiden) von der sekundären Varikose. Bei der primären Varikose ist die Ursache der Krampfaderbildung nicht bekannt, sie ist mit über 90 Prozent die häufigste Form. Bei der seltenen sekundären Varikose führt eine andere Erkrankung, z.B. die Venenthrombose zur Bildung der Krampfadern. Als Risikofaktoren sind für die Entstehung der primären Varikose bekannt:

  1. Vererbung: die Veranlagung zu Bindegewebsschwäche und damit zu Krampfadern wird vererbt.
  2. Hormonell: weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) führen zu einer Erschlaffung des Bindegewebes. Aus diesem Grund sind Frauen häufiger betroffen als Männer. In der Schwangerschaft entwickelt jede dritte Frau Krampfadern, die sich jedoch nach der Geburt größtenteils wieder zurückbilden.
  3. Bewegungsmangel: stehende oder sitzende Tätigkeiten führen zu einer Erschlaffung der Muskelpumpe. Zusätzlich werden beim Sitzen die Venen in der Kniekehle abgeknickt. Das behindert zusätzlich den Blutfluss.
  4. Weitere Risikofaktoren sind das Alter, Übergewicht und Rauchen.


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