Krampfadertypen

Stammvaricose

Bei der Stammvaricose kommt es zu einer Erweiterung der beiden Hauptvenen (=Stammvenen) des oberflächlichen Systems des Beins, der Vena saphena magna (Oberschenkel- und Unterschenkelinnenseite) und der Vena saphena parva (Unterschenkelrückseite). Dabei können entweder beide Venen oder nur jeweils eine der beiden betroffen sein. Meist wird die Erkrankung durch eine Funktionsstörung der jeweils letzten Klappe vor der Einmündung der oberflächlichen Venen in das tiefe Venensystem ausgelöst.

Seitenastvaricose

Unter einer Seitenastvarikose wird die krankhafte Erweiterung von bestimmten Seitenästen der beiden Stammvenen des oberflächlichen Venensystems verstanden. Häufiger sind die Seitenäste im Bereich der Vena saphena magna betroffen. In vielen Fällen geht eine Seitenastvarikose gleichzeitig mit einer Stammvarikose einher.

Besenreiser- und retikuläre (netzartige) Varizen

Diese beiden Varikoseformen betreffen kleine Gefäße in der Haut, die einen Durchmesser von weniger als einem Millimeter haben. Die retikulären Krampfadern sind netzförmig angeordnet. Die so genannten Besenreiserkrampfadern weisen häufig eine birkenreisartige Anordnung auf. Besenreiser- und retikuläre Krampfadern treten vor allem an der Außenseite der Ober- und Unterschenkel und an der Innenseite des Knies auf. Sie sind für viele der Betroffenen kosmetisch besonders störend.


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