Was ist Altern?

Entwicklung, Fortpflanzung und Alter sind unsere wesentlichen Lebensphasen. Alter ist nicht einfach plötzlich da. Alterungsprozesse beginnen praktisch schon mit der Geburt und setzen sich mit zunehmendem Alter immer intensiver fort.

Gesund altern; ©istockphoto

Optimale Reparatur und Regeneration alternder Zellen wirken diesem Prozess entgegen oder verlangsamen ihn. Anfangs nimmt die Leistungsfähigkeit zu und nach Ablauf der Jugend sinkt sie langsam. Altern ist Oxidation und Inflammation - diese Prozesse können sowohl beschleunigt werden, z.B. durch Rauchen, Fast Food, mangelnde Bewegung u.v.a., als auch verlangsamt werden, z.B. durch einen gesunden Lebensstil und Antioxidantien.

Altern ist also etwas völlig Normales und bei jedem vorhanden. Und dennoch werden Sie Unterschiede zwischen Ihnen und Personen ähnlichen Lebensalters bemerken. Oft unterscheidet sich unser biographisches (Altersangabe) und unser biologisches (Körperzustand) Alter voneinander. Für "Alt" gibt es also keine genaue Beschreibung. Besser wäre es zu beschreiben, wie "jung geblieben" oder "deutlich gealtert" man ist.

Der Organismus und die Psyche verändern sich mit zunehmenden Lebensjahren. Ab dem 30. Lebensjahr kommt es durch äußere oder innere Einflüsse auf den Stoffwechsel des Körpers anfangs zu leichten, später zu schwerwiegenden Funktionseinschränkungen. Der Körper funktioniert nicht mehr ausgeglichen und das Gleichgewicht der Regulationssysteme wird eingeschränkt.

Durch frühes biologisches Altern werden die Organe in Mitleidenschaft gezogen – Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-System und Gehirn sind häufig. Und daraus entstehen dann die Folgeerkrankungen. Dies gilt es zu verhindern!

Diese altersspezifischen Veränderungen in den verschiedenen Zellen, Geweben und Organen, haben zunächst keinen Krankheitscharakter, sie erleichtern jedoch später das Auftreten von Krankheiten. Zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr entscheidet sich daher, mit welcher Intensität die biochemischen Abbauprozesse des Organismus beginnen und wann und wie stark alterstypische Erkrankungen einsetzen. Diese Veränderungen sind in starkem Maße auch abhängig vom individuellen Bildungsstand, dem persönlichen Lebensstil und dem Gesundheitsbewusstsein. Optimales Wohlgefühl, Leistungsfähigkeit und Freude am Leben können sich nur entwickeln, wenn rechtzeitig Präventionsmaßnahmen durchgeführt werden. Ein gut eingestellter Zuckerstoffwechsel schützt Ihre Gefäße und hält Sie länger jung.

Bei mehr als 80 Prozent aller adipösen Patienten liegt eine stoffwechselbedingte, hormonelle oder psychische Erkrankung vor, die zumeist von der Schulmedizin nicht registriert wird. Adipositas ist im derzeitigen Gesundheitswesen keine Erkrankung. Adipositas führt aber zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Leitsymptom ist die Insulinresistenz. Diese Risiken tragen auch gesunde, normgewichtige Personen, wenn auch in geringerem Umfang, wenn sie an einer Insulinresistenz leiden. Die Ursache dieser "primären" Insulinresistenz liegt in einer gestörten Programmierung von Stoffwechselprozessen und hormonalen Regelkreisen vor oder während der Geburt.

Ein oraler Glukose-Belastungstest mit Bestimmung von Blutzucker und Insulin, einschließlich aller kardiovaskulären Risikomarker sowie ein umfassender Hormonstatus sind besonders hilfreich, Betroffene rechtzeitig zu erfassen.

Vital sein - gesund sein!

Langfristige Vitalität lässt sich durch primäre Prävention erreichen. Primäre Prävention bedeutet an der Gesundheit zu arbeiten, bevor eine Erkrankung sich zeigt. Der langsame Abbau von Körperfunktionen im mittleren Lebensabschnitt wird durch bestimmte genetische oder metabolische (Stoffwechsel-) Abweichungen von der Norm beeinflusst.

Häufige Symptome des Alterns:

  • Verminderung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit
  • Depressionen bis hin zur Demenz
  • Nachlassen der Lust in der Partnerschaft
  • Ein- und Durchschlaf Störungen
  • Schmerzen in den Gelenken
  • Herz- u. Kreislaufbeschwerden
  • Abnahme der Muskelmasse
  • Zunahme der Fettmasse
  • Abnahme der Knochendichte
  • Veränderung der Hautbeschaffenheit

Im Zentrum der Präventionsmedizin stehen die individuellen Bedürfnisse und Befindlichkeiten des Einzelnen. Präventionsmedizin ist personalisierte Medizin. Jede Untersuchung erfolgt abgestimmt auf die persönliche Ausgangssituation und Umgebung des Patienten auf den aktuellen Gesundheitszustand (Ist-Zustand) und den altersgemäßen Zustand (Soll-Zustand).



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