Was sind denn Gene?
In jedem Zellkern befinden sich ungefähr 25-30.000 Gene auf den 46 Chromosomen. Gene können kurz oder lang sein. Sie bestehen aus DNA (Desoxyribonukleinacid/-säure), sind die Träger der Erbinformation und sie sind die "Rezepte" für unsere Eiweiße. Je 23 Chromosomen, von der Mutter durch die Eizelle und 23 Chromosomen vom Vater durch das Spermium, begründen gemeinsam ein neues Leben.
Bei der Doppelhelix ("Strickleiter" der DNA) stehen sich immer zwei Basen gegenüber. Das nennt man Basenpaar. Obwohl wir nur vier Basen haben: Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin gibt es so viele Kombinationsmöglichkeiten dieser Basenpaare, dass es ungefähr 83.000 Stunden oder 9,5 Jahre dauern würde, laut und ohne zu stoppen, die mehr als drei Milliarden Basenpaare des Genoms eines einzelnen Menschen vorzulesen. Immer drei Basenpaare bilden eine Aminosäure. Wird nun auch nur eine dieser Basen gegen eine andere ausgetauscht, dann erhält man eine andere Aminosäure und damit ein anderes Protein.
Das ist dann eine genetische Variante, die, wenn sie oft vorkommt, Polymorphismus genannt wird, und Mutation, wenn sie selten ist (<1%). Aber diese Gene sind nicht allein entscheidend dafür, wie ein Mensch sich entwickelt, wie er aussieht, welche Vorlieben er hat oder auch welche Erkrankungen er bekommt. Denn, zwei Menschen unterscheiden sich gerade in 0,1 % ihres Genoms. Zwischen den Genen liegt die sogenannte nicht kodierende (verschlüsselnde) DNA. Früher dachte man, diese sei "unnötiger Müll" und nur die Gene seien entscheidend.
Heute weiß man, dass von hier aus viele Regulationen erfolgen. Ob ein Gen "angeschaltet" wird oder nicht, das entscheidet oftmals diese nicht kodierende DNA, beeinflusst durch unseren Lebensstil und durch unsere Umwelt. Während die Gene also weitestgehend bekannt sind, forschen die Wissenschaftler weiter an der Entschlüsselung der nicht codierenden DNA. Unsere Gene bleiben zwar lebenslang identisch, aber nicht immer ist jedes Gen "angeschaltet."
Wenn wir die Steuerungsmechanismen erkennen und dadurch die Epigenetik besser verstehen, dann könnten viele Erkrankungen vermieden werden. In diesem Sinne arbeitet die Präventionsmedizin, um den in diesem Bereich praktizierenden Ärzten, den jeweils neuesten Wissensstand zur Gesunderhaltung ihrer Patienten zu geben.
Fachklinik für Ästhetische Zahnmedizin, Implantologie,
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