Parodontologie - Gesundes Zahnfleisch für
gesunde und feste Zähne

Aber zu viele wissen zu wenig...
15 bis 20 Millionen Menschen in der BRD, also jeder vierte Deutsche, leidet an Parodontitis (Daten aus der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie DMS IV, Dezember 2006). Die Parodontitis gehört also zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen im Bereich der Zähne. Obwohl also die Parodontitis als "VOLKSKRANKHEIT" zu verstehen ist, ist das Wissen über Ursachen, Verlauf, Behandlung und Vorbeugung nicht ausreichend. Erschwerend kommt hinzu, dass erkrankte Personen gar nicht wissen, dass sie betroffen sind und was die Erkrankung für ihren Gesamtorganismus bedeutet.

Bakterien

Die Parodontitis verläuft in der Regel chronisch, also meist schmerzlos und deswegen unbemerkt. Anfängliche Warnzeichen, wie Zahnfleischbluten werden oft nicht ernst genommen und bekommen im Alltag keine große Bedeutung beigemessen. So kann die Erkrankung unbemerkt weiter fortschreiten. Dieses unbemerkte Fortschreiten kann jedoch weit reichende Konsequenzen für Ihre Allgemeingesundheit haben. Im Folgenden möchten wir Ihnen ein Überblick an Erkrankungen geben, die durch die Parodontitis im Mund verstärkt oder gar mit verursacht werden.

  • Gefäß- und Herzerkrankungen wie Arteriosklerose, kardiovaskuläre Erkrankungen und koronare Herzkrankheiten. Zahlreiche Studien zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Herz- u. Kreislauferkrankungen und Parodontitis. Parodontitis erkrankte Patienten haben somit ein erhöhtes Herzinfarktrisiko (2-3fach höher) und auch ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.
  • Das Risiko einer Frühgeburt ist bei an Parodontose erkrankten Schwangeren um ein vielfaches höher. Das bedeutet, dass jede Schwangere, um dieses Risiko auszuschließen, einer zahnmedizinischen Untersuchung bedarf.
  • Auch die Gefahr von untergewichtigen Neugeborenen, ist bei Parodontitis erkrankten Schwangeren um ein Vielfaches erhöht.
  • Diabetes - Nicht nur, dass Diabetiker ein erhöhtes Risiko haben an Parodontitis zu erkranken, sondern sind diese erstmal erkrankt, erschwert die Parodontose die Behandlung der Diabetes. Studien haben gezeigt, dass die Blutzuckerkontrolle bei Diabetes Patienten erschwert ist. Weiter wurde festgestellt, dass bei Diabetes Patienten eine erhöhte Insulinresistenz festgestellt wurde. Dies führt zu einem erhöhten Insulinbedarf und verschlechtert somit die Diabetes und erschwert die Diabetestherapie.

Somit nimmt die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Parodontose eine ganz zentrale Rolle in der Allgemeingesundheit!

Der aMMP-8-Test (Kollagenase-Test)

Bis jetzt konnte der Zahnarzt die Parodontose an bereits zerstörenden anlaufenden Prozessen feststellen, wie Gewebe- und Knochenabbau. Also erst dann wenn die Erkrankung bereits eingetreten ist. Eine Parodontose zerstört das Zahnfleisch und den Kieferknochen. Der Knochen wird abgebaut wenn ein Enzym (Kollagenase) aMMP-8 aktiv ist. Wenn es nicht aktiv ist, wird weder Ihr Knochen noch das Zahnfleisch abgebaut.

Ein neues Testverfahren erlaubt erstmals eine Frühdiagnostik, bevor zerstörende Prozesse aktiv werden. Der Test bestimmt die Kollagenase, die als Marker für Entzündungen im parodontalen Bereich dient. Es zeigt sich ob ein Gewebe stabil ist. Somit stellt der Test einen echten diagnostischen Gewinn dar, von dem der Zahnarzt und der Patient profitieren.

Die Probenentnahme dauert nur 30 Sekunden und ist für Sie völlig schmerzlos. Mit einem kleinen löschblattähnlichen Membranstreifen wird Sulkusfluid aus 4 Zahnfleischtaschen aufgesaugt und in einem Spezialabor untersucht.

Bei weiterem Interesse haben wir Ihnen alle neuen und fundierten Studien zu diesem Thema zusammengestellt. Über neue Erkenntnisse in der Zahnmedizin, im Zusammenhang mit Ihrer Allgemeingesundheit, werden wir Sie auf dieser Seite immer zeitnah informieren.



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Dr. R. J. Meissen, MSc: "Zahnimplantate - sichere Zahnimplantate durch roboterassistierte Navigation"

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