11 Tipps zur Zahnpflege

Tipps zur Zahnpflege

Ein Interview mit Dr. Richard Meissen, Master of Science Implantologie

1. Putzen will gelernt sein

"Setzen Sie die Zahnbürste im 45 Grad-Winkel am Zahnfleischrand an. Die Zahnfleischtaschen müssen gut gereinigt werden, damit sich keine Parodontosekeime festsetzen können. Reinigen Sie die Zähne und Zahnfleischtaschen mit rüttelnden, kreisenden Bewegungen in kleinflächigen Bereichen.

Achten Sie darauf, dass alle Zahntaschen (im Außen- und Innenkieferbereich) gepflegt werden. Sie machen es richtig, wenn Sie kleinflächig und mit leichten bis mittleren Bewegungen die Zahnbürste benutzen. Zu festes Schrubben kann dazu führen, dass der Zahnschmelz abgerieben wird und die Zähne noch empfindlicher werden.

Selbstverständlich sind elektrische Zahnbürsten für eine gute Reinigung ebenfalls geeignet. Zahnbürsten mit rundem Bürstenkopf kommen nicht so gut in die Zahntaschen wie die klassische längliche Bürstenform. 2 mal gründlich täglich reinigen ist besser und wirksamer als mehrmals und nicht sorgfältig am Tag reinigen."

2. Wie wichtig ist eine Munddusche?

"Eine Reinigung der Zwischenräume mit einer Art Munddusche macht vor allem Sinn bei einer anfänglichen Entzündung des Zahnfleischs. Um eine schwerwiegende Parodontitis zu vermeiden, hilft die richtige Putztechnik kombiniert mit einer ergänzenden Zahnhygiene. Eine Munddusche reinigt die Zahnzwischenräume und die Zahnfleischtaschen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Reinigung und hilft ebenfalls, eine Parodontitis zu vermeiden. Zahnseide und Oral Super Floss Fäden sind weitere wichtige ergänzende Mittel für die Reinigung der Zahnzwischenräume."

3. Soll man Fluorid-Zahnpasta kaufen?

"Fluoride sind karieshemmend. Neben einer ausgewogenen Ernährung und guter Zahnpflege gehören sie zu den Eckpfeilern der zahnmedizinischen Prävention. Bei Kindern gilt: Milchzähne zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen, die maximal 500 ppm Fluorid enthält. Ab dem Schuleintritt und im Erwachsenenalter sollten Zahnpasten mit einem Fluoridgehalt von 1000 bis 1500 ppm verwendet werden. Darüber hinaus gibt es spezielle Fluoridlacke, die jedoch ausschließlich für Personen mit erhöhtem Kariesrisiko empfehlenswert sind."

4. Verwenden Sie die richtige Bürste

"Werfen Sie die weiche Zahnbürste in den Müll und steigen auf eine mit mittlerer Härte und klassischer, länglicher Bürstenkopfform um. Da sich in der Zahnbürste schnell Bakterien ansammeln können, sollten Sie diese monatlich gegen eine neue Bürste austauschen."

5. Was bringt eine professionelle Zahnreinigung?

"Sie wird zweimal mindestens im Jahr empfohlen. Private und private Zusatzversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten. Doch wie wichtig ist die professionelle Zahnreinigung für unseren Zahnerhalt? Es kommt hier immer auf die individuelle Zahngesundheit an. Karies und Parodontose können heute mit Hilfe von einfachen Techniken früh erkannt und behandelt werden, dafür ist eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung unabdingbar. Die zahnärztliche professionelle Zahnreinigung unterstützt wesentlich den guten Gesundheitszustand der Zähne."

6. Zahnhälse versiegeln und ummanteln

"Bei starker Überempfindlichkeit kann der Zahnarzt die Zahnhälse mit einem Fluorid-Lack versiegeln. Keilförmige Defekte können mit Kunststoff gefüllt werden. So kann das Schmerzempfinden reduziert werden und man schützt die Zähne vor Karies."

7. Welche Bleaching-Methode ist besonders schonend?

"Besonders schonend ist ein Kaltbleaching. Vor dem Bleichen schützt der Zahnarzt Zahnfleisch und Lippen. Anschließend trägt er das Bleichmittel direkt auf die Zähne auf. Mittels Licht wird dann das Aufhellungsmittel aktiviert. Farbmoleküle werden so sanft aufgelöst. Die gewünschte Zahnfarbe wird oft in nur einer einzigen Behandlung erzielt. Den besten und nachhaltigsten Effekt kann Ihnen nur der Zahnarzt liefern."

8. Was mache ich, wenn das Zahnfleisch und der Kieferknochen zurückgegangen sind?

"Es gibt heute Möglichkeiten, den Knochen und das Zahnfleisch wieder aufzubauen. Lassen Sie dies vor einer Zahnentfernung von einem Experten prüfen. Evtl. können Ihre Zähne sogar gerettet werden."

9. Kieferknacken - was kann man tun?

"Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Stress bis hin zu schlecht sitzendem Zahnersatz. In modernen Zahnarztpraxen gibt es jetzt ein neues Hightech-Diagnosegerät, das Unterkieferbewegungen sichtbar macht und die Ursache des Knirschens erkennen lässt. Die Messung mit dem so genannten Freecorder BlueFox dauert nur wenige Minuten und ist absolut schmerzfrei. Je nach Ergebnis kann vielen Patienten mit einer einfachen Aufbiss-Schiene geholfen werden. Wird das nächtliche Zähneknirschen allerdings von Fehlstellungen oder schlecht sitzenden Kronen/Brücken hervorgerufen, sollte passgenauer Zahnersatz angefertigt werden."

10. Vorsorge beim Zahnarzt

"Mehr als 50 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind von der Parodontitis betroffen, einer bakteriellen Erkrankung. Neben der Zerstörung des Knochens kann die Parodontitis schwerwiegende Erkrankungen begünstigen oder sogar auslösen. Das dafür verantwortliche Enzym steigert das Herzinfarktrisiko um das zu 3-Fache*, das Krebs-Risiko erhöht sich um das 4-Fache** und das Risiko einer Frühgeburt um das 7-Fache.*** Mit einem speziellen Test kann das aMMP-8-Enzym nachgewiesen werden, noch bevor Parodontitisschäden im Mund sichtbar sind."

11. Fast unsichtbare Zahnkorrektur in nur 6 Monaten möglich

"Bei Zahnfehlstellungen stehen viele Erwachsene vor der Entscheidung: Soll ich mehrere Jahre Metall im Mund tragen oder die schiefstehenden Zähne für den Rest meines Lebens hinnehmen? Weder-Noch lautet die Antwort von Six Month Smiles: Die neue Methode in der Dentalmedizin ermöglicht eine beinahe unsichtbare Zahnkorrektur in nur sechs Monaten.

Moderne Materialien machen dies möglich. Die verwendeten Brackets der festen Zahnspange sind nahezu transparent. Zusätzlich sind die zur Fixierung erforderlichen Drähte "zahnfarben", so dass Erwachsene nun unbemerkt vom schiefen Gebiss zum strahlenden Lächeln gelangen können."

* Tuomainen et al: Serum Matrix Metalloproteinase-8 concentrations Are Associated With cardiovascular Out come in Men. Arterioscler Thromb Vasc Biol. December 2007 [1]

** Tezal et al: chronic periodontitis and the incidence of head and neck squamous cell carcinoma. cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2009; 18: 2406.

*** Offenbacher et al: Periodontal infection as a Possible Risk Factor for Preterm Low Birth Weight. J Periodontol 1996; 67: 1103
Offenbacher et al: Potential Pathogenic Mechanisms of Periodontitis-Associated Pregnancy complications. Ann Periodontol 1998; 3: 233
Lopez et al: Higher risk of preterm birth and low birth weight in women with periodontal disease. J Dent Res 2002; 81: 58
Radnai et al: Possible association between mother’s periodontal status and preterm delivery. J clin Periodontol 2006; 33: 791

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06.09.2016, 19:00 Uhr

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"Dauerhafte & festsitzende Implantatlösungen: 4-Comfort®, All-on-4TM, Zygoma-, Vollkeramik-, PerioType® Zahnimplantate, steriler Klasse 1 OP, u.v.m."

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